Die Seminarveranstaltung wurde durch eine Annäherung an das Thema Mobbing eingeleitet. Die Kolleginnen und Kollegen brachten dafür ihre eigenen themenbezogenen Erfahrungen in die Runde ein. Es stellte sich heraus, dass Mobbing und die damit verbundene präventive und intervenierende Arbeit auch an der HSNK ein Thema ist. Es folgten Inhalte und Übungen zur Sensibilisierung für die unterschiedlichsten Arten und Formen des Mobbings sowie eine klare Definition des Mobbings als gewalttätiges Verhalten. Die Lehrerinnen und Lehrer sowie die Schulsozialpädagoginnen der HSNK befassten sich mit diversen Fallbeispielen, die ihnen in diesen oder ähnlichen Formen auch aus dem Schulalltag bekannt sind. Insbesondere die Methode des Rollenspiels und die intensive Reflexion der Handlungsweisen der Charaktere aus dem Spiel führten zu einer nachhaltigen Auseinandersetzung mit dem Thema. Als geeignete Interventionsmöglichkeit bei Mobbing-Fällen wurde der Ansatz des „No Blame Approach“ vorgestellt. Im Vordergrund steht dabei die Änderung des Verhaltens der Mobbing-Täter, ohne diese aufgrund ihrer Taten zu bestrafen. Wenn sich die Mobber nicht bedroht oder gedemütigt fühlen, so der Ansatz des „No Blame Approch“, sind sie eher in der Lage, bei der Lösung des Problems mitzuwirken. In mehreren Gesprächen mit dem Mobbing-Opfer sowie im Rahmen von Sitzungen mit den Mobbing-Tätern und den involvierten Mitschülerinnen und Mitschülern wird eine gemeinsame, konstruktive Problemlösung angestrebt. Ziel ist es, die Mobbingstrukturen langfristig aufzulösen.

Das zweitägige Seminar lebte von einer positiven Lernatmosphäre und wurde am Freitagnachmittag mit dem Entschluss des Kollegiums geschlossen, in Fällen von Mobbing fortan nach dem Ansatz des „No Blame Approach“ zu handeln.

(N. Riß)