Technik

Unterrichtsinhalte des Technikunterrichts an Hauptschulen

Die Unterrichtsinhalte verteilen sich auf vier überordneten Handlungsbereiche, denen Themenbereiche zugeordnet sind. Der Handlungsbereich Arbeiten und Produzieren unterteilt sich in sicheres Arbeiten mit Werkzeugen und Maschinen, planen, konstruieren und herstellen und technisches Zeichnen. Energie und Technik beinhaltet Energiewandlungssysteme, Antriebssysteme, Bauen und Wohnen. Information und Kommunikation steht für elektrische Stromkreise, steuern und regeln, Daten verarbeiten sowie die Automation technischer Prozesse durch Computer. Natur und Technik steht für regenerative Energien und technische Lösungen nach Vorbildern aus der Natur.

 

Einblicke und Auszüge aus dem schulinternen Arbeitsplan

 

Der Technikunterricht in Klasse 6 steht im Zeichen des kleinen Stromkreises. Die Schüler verbinden z.B. eine Lampe mit einem Schalter und erstellen saubere Kontakte. Das gewonnene Wissen übertragen sie dann in einen kleinen Stromkreis der mit LED´s bestückt wird und gelötete Verbindungen besitzt. In Klasse 7 erarbeiten sich die Schüler den Bohrmaschinenführerschein und können z.B. die Ständerbohrmaschine selbständig einrichten und benutzen. Bohrarbeiten fallen dann auch beim Bau eines propellergetriebenen Autos an. Dabei geht es, neben z.B. inhaltlichen Aspekten wie der Energieumwandlung, um den Gewinn des abschließenden Wettrennens. Der Weg zum Ziel ist ein geschickter Leichtbau, präzise Ausbildung der Radlager und die Berücksichtigung der Aerodynamik bei Bau der Karosserie. In Klasse 8 erlernen die Schüler z.B. das technische Zeichnen. Angefangen mit der Entwicklung von räumlichem Vorstellungsvermögen durch Skizzen und Übungsblätter, über das Zeichnen von geometrischen Körpern mit Stift und Zeichenbrett, endet dieses Themenfeld mit dem vektorenbasierten Zeichnen auf dem Computer mit „SketchUp“.

 

Leistungsbewertung

Ergebnisse schriftlicher, mündlicher und fachspezifischer Leistungen wie planerische, fachpraktische und gestalterische Leistungen sind zur Leistungsfeststellung heranzuziehen. Besonderen Stellenwert haben die fachspezifischen Aufgaben. Mündliche und fachspezifische Leistungen werden höher als die schriftlichen Leistungen gewichtet. Zu den planerischen, fachpraktischen Leistungen zählen Planung, Herstellung und Bewertung von Produkten, Arbeitsorganisation, Qualität der Ausführung und Gestaltung der Ausführung. Zu den mündlichen und anderen fachspezifischen Leistungen zählen Beiträge zum Unterrichtsgespräch, Unterrichtsdokumentation, Präsentation und Auswertung von Arbeitsergebnissen sowie technische Lösungsmöglichkeiten. Bei kooperativen Arbeitsformen werden sowohl individuelle Leistungen als auch die Gesamtleistung der Gruppe in die Bewertung mit einbezogen.

Entsprechend dem Beschluss der Fachkonferenz verteilt sich die prozentuale Bewertung wie folgt:
Mündliche und fachspezifische Leistungen 30%
Planerisch, fachpraktische Leistungen 40%
Schriftliche Leistung 30%

 

Werken

Der Unterricht im Fach Gestaltendes Werken knüpft an die Vorkenntnisse der Schüler an. Er gliedert sich gemäß den Vorgaben des Niedersächsischen Kultusministeriums in einen Grundlagen- und Erweiterungsbereich. In ihm sind prozessbezogene und inhaltsbezogene Kompetenzen zu vermitteln. Hierbei sind die Kompetenzbereiche wechselseitig aufgebaut und miteinander vernetzt.

 

Grundlagen- und Erweiterungsbereich

Ausgangspunkt in den Klassen 5 und 6 ist das Kennenlernen verschiedener Werkstoffe, wie beispielsweise Ton, Metall, Holz, Kunststoff, Stein und Papier. In diesem Grundlagenbereich steht der fachgerechte Umgang mit ihnen und der zu ihrer Bearbeitung erforderlichen Werkzeuge im Vordergrund. Im Erweiterungsbereich der Klassen 7-10 werden diese Kenntnisse vertieft und gefestigt.

 

Prozess- und inhaltsbezogene Kompetenzen

Zu den zu vermittelnden prozessbezogenen Kompetenzen gehört es die Fach- und Symbolsprache zu verstehen und anzuwenden, differenziert wahrnehmen zu können, Erkenntnisse zu gewinnen und in Gestaltungsprinzipien umzuwandeln, Lernstrategien anzuwenden sowie werten und präsentieren zu können.

Die inhaltsbezogenen Kompetenzen beziehen sich auf das Erlernen von Wissen über Werkstoffe, Werkzeuge, Werkgestaltung und Werkverfahren.

 

Unterrichtsgestaltung

Der Erwerb der prozess- und inhaltsbezogenen Kompetenzen erfolgt durch eine Unterrichtsgestaltung, die eine wechselseitige Durchdringung von Wahrnehmen, Gestalten und Reflektieren berücksichtigt. Werkverfahren werden systematisch eingeübt und auch im experimentellen Vorgehen eingesetzt. Ebenso gehört hierzu das Erlernen der Anwendung des geeigneten Werkzeugs, sodass eine gute Grundlage für die Arbeit der Schüler in einer weiterführenden berufsbildenden Schule oder im Ausbildungsberuf gegeben ist.

 

Leistungsbewertung

Auf der Grundlage des Kerncurriculums wurde in der Fachkonferenz Werken folgende Leistungsbewertung festgelegt:

Fachkompetenz 35%

Ausführungs- und Gestaltungsqualität 35%

Persönliche Kompetenz incl. Beachtung der UVV 30%.

Leistungsüberprüfungen in Form von Lernzielkontrollen sind in der Fachkompetenz zu berücksichtigen. Hierbei soll in den Jahrgängen 5 und 6 pro Halbjahr eine Lernzielkontrolle zur Überprüfung der Werkstoff-, Werkzeug- und Werkverfahrenkenntnisse erfolgen. Weiterhin ist in allen Jahrgängen eine Mappe zu führen.

 

Aktuelle Projekte

Das Projekt "Auf den Spuren der Kinder und Jugendlichen von heute".

In Kooperation mit der Einfach genial gGmbH hatten Schülerinnen und Schüler des neunten Jahrgangs die Möglichkeit sich selbst "auf die Spur" zu kommen. Im fächerübergreifenden und projektorientierten Unterricht konnten die Jugendlichen ihre eigenen Gedanke und Gefühle gestalterisch zum Ausdruck bringen. Das Projekt startete im November 2012 und umfasste einen Zeitraum von neun Monaten. Ausgehend von den eigenen Gedanken, über die Themenfindung in der Gruppe, bis hin zur Endgestaltung im Team, fanden während dieser Zeit vielfältige Prozesse statt. Hierzu trug auch ein Besuch des Sprengelmuseums bei, welcher neue gestalterische Aspekte für die eigene Arbeit bot. Insgesamt wurde viel diskutiert, verworfen, fortgeführt, neu- oder weiter gedacht, skizziert, modelliert, gestaltet, gesägt, gehämmert, gebohrt und farbig gestaltet. Den Schluss- und auch Höhepunkt, stellte die Präsentation der im Projekt erarbeiteten Objekte dar. Hier konnten die Jugendlichen über ihre Arbeiten in den Dialog mit den Erwachsenen treten.

 

Fachleitung: J. Hackmann